Sonntag, 31. August 2008

Angekommen...

So, nun bin ich einen Tag hier. Ich sitze auf dem Campus auf einer Wiese in der Nähe der Fakultätsgebäude. Nicht nur, weil es in meinem Zimmer sehr warm ist, sondern vielmehr, weil viele bei schönstem Sommerwetter im Grünen sitzen und das W-LAN der Uni nutzen. Nicht, dass das sonderlich gut oder zuverlässig wäre, aber es ist vorhanden.
Apropos grün: Von meinem Zimmer aus habe ich einen tollen Blick auf die bewaldete Hügellandschaft der Franche-Comté. Doch das ist Blick in die Ferne. Direkt davor befinden sich einige der gefühlten etwa 100 Telefonhäuschen, die auf dem gesamten Gelände verteilt sind. Natürlich hat (fast) jeder sein "Portable", aber irgendwie scheinen die altgedienten Fernsprecher von Deutschland, wo sie fast nicht mehr vorhanden sind, nach Frankreich gewandert zu sein. ;-)
Eine interessante Geräuschkulisse bildet sich aus dem größtenteils französischen und (vermutlich) arabischen hektisch-temperamentvollen Gesäusel aus den Telefonzellen, das mir zusammen mit französischem Rap zu Ohren kommt. (Wenn nicht gerade eine Horde Jungs ihre "Männlichkeit" mit wilden Zwiebacksägenfahrten auf dem Campus unter Beweis zu stellen versucht.)
Ich denke (nocht) nicht französisch. Das könnte daran liegen, dass hier schlicht und ergreifend noch nicht sooo immens viel los ist. Ich habe zwar offiziell etwa 30 Mitbewohner auf meiner Etage, doch die sind physisch abwesend oder sonst wie nicht sichtbar. Ab morgen würden es aber mehr, sagte man mir. Dann können wir uns um die 4 Kochplatten in der "Cuisinette" streiten, die - eigentlich preußisch tugendhaft - von 22.30 Uhr bis 5 Uhr geschlossen ist, um niemanden mit wilden Kochorgien (klar, kann man auf 4 Kochplatten, mehr steht in dem Raum wirklich nicht, auch extrem gut ;-)) zu stören.
Morgen werd ich erstmal die Univerwaltung unsicher machen.