Freitag, 28. November 2008

Mei, is des scheee...









Ja, die süddeutschen Seniorenbutterfahrer scheinen sich sichtlich wohl zu fühlen in dem - zugegeben - wirklich wunderschönen Städtchen im Elsaß. Da spazieren sie mit gefühlten 20 Mann zur Mittagszeit in ein Restaurant in der Altstadt und können sich nicht erklären, wie es sein kann, dass für eine solch große Gruppe kein Platz ist. Das alles wird natürlich auf deutsch, pardon, meist ist es eher badisch, schwäbisch oder eine sonstige Sprachvarietät südlich des Weißwurstäquators, abgehandelt. Sieben Mal hat Straßburg (jetzt wisst Ihr auch endlich, worum es hier geht ;-)) in seiner jüngeren Geschichte seinen "Besitzer" zwischen Franzosen und Deutschen hin und her gewechselt und so manch einem scheint die Zeit der deutschen Annexion noch so präsent, dass man sich dort ja quasi auf "heimischem Boden" wähnt. So oder so ähnlich kann ich mir nur die Allüren so mancher Touristen erklären. ;-)
Nun zu weniger Sarkasmus, aber mehr Fakten:
Unterwegs waren wir die meiste Zeit, gut drei Stunden hin und das Ganze auch wieder zurück. Sprich: Dunkel als wir losfuhren, dunkel als wir zurückkamen.
Erstes Ziel der Reise war der Europarat im Norden der Stadt, ein unglaublich hässliches Gebäude aus den 1970er Jahren, wo auch heute noch 47 Nationen mehrmals jährlich tagen, um den europäischen Staaten und den werten Herren und Damen in Brüssel Vorschläge zu unterbreiten.
Zeit für die tolle Altstadt blieb dann inkl. Mittagessen nicht mehr allzu viel, zweieinhalb Stunden. Mehr als einmal durch die Kathedrale (natürlich "Notre Dame", was auch sonst in Frankreich) und durch ein paar Straßen war da nicht drin.
Ob der Weihnachtsmarkt schon geöffnet war, kann ich nicht sagen und das konnte mir auch keiner beantworten. Die Buden standen da schon. Viele waren noch zu, an einigen wurde noch fleißig gewerkelt, bei anderen war der Verkauf aber auch schon in vollem Gange, vor allem, wenn es Lokalitäten waren, die Glühwein feilboten. ;-) Mein Erklärungsansatz: Es gibt in Straßburg vllt so etwas wie einen offiziellen Eröffnungstermin. Der ist aber keinesfalls, wie bei uns, als obligatorisch zu verstehen, sondern vermutlich eher als Richtwert. Man sollte versuchen bis dahin verkaufsbereit zu sein, wer schneller ist, der fängt halt dann mit dem Verkauf an, wenn er Zeit und Lust dazu hat. ;-)
Straßburg ist zwar sehr nah an der deutschen Grenze (mir fiel auf, dass ich seit etwa 3 Monaten nicht mehr so nah an Deutschland war), aber immernoch auf französischem Staatsgebiet und das merkt man eben. ;-)
Kurzum, wir hatten viel zu wenig Zeit für diese wunderschöne Stadt und wenn es irgendwie geht, würde ich Anfang nächsten Jahres gerne nochmal hin, dann aber etwas länger.


Samstag, 15. November 2008

Im Westen nichts Neues...

Wir Ihr Euch sicher aufgrund der großen Anzahl meiner Einträge in letzter Zeit denken könnt, ist hier unglaublich viel Spannendes passiert. ;-)
Aber jetzt mal Spaß beiseite: Es gefällt mir hier nach wie vor sehr sehr gut. Die Tage werden auch hier kürzer, seit Anfang der Woche wird es auch langsam etwas kälter. Mein Referat für die Uni ist so gut wie fertig. Nur die Hausarbeit, die mag noch nicht so recht. Aber wie heißt es ja auch so schön "Diamanten entstehen nur unter Druck". :-D
Zwei Ausflüge nach Strasbourg und Montbeliard (heißt im Deutschen "Mömpelgard"; wollt ich nur hier mal erwähnen, da ich den Namen so irrsinnig blöd fand) folgen noch vor Weihnachten. Mit meiner Tandempartnerin machen wir dann vermutlich im Dezember irgendwann noch ne Plätzchen- und Glühweinaktion (ich hab hier bei mir ja keinen Ofen). Unsere Koordinatorin hat uns zum Lebkuchenessen zu sich eingeladen. Ja, die Franzosen sind da schon bedeutend gastfreundlicher als der durchschnittliche Westfale. ;-)
Zum Schluss noch ein nettes Bild mit Abendstimmung direkt aus meinem Fenster fotografiert.

Samstag, 1. November 2008

Drei Herbsttage in Paris...










...das Wetter war ein bisschen mies, il faisait très (très très...) froid und dann il pleut... ;-) (frei nach den Wise Guys)
Eva und ich haben tolle Tage hier in der Franche-Comté und in Paris verbracht, auch wenn das Wetter eher suboptimal war. Es hat sehr viel geregnet und in Paris kam noch hinzu, dass es saukalt war.
Dennoch haben wir bei einer Stadtrundfahrt mit dem Bus einiges sehen können, die üblichen Kirchen (die ja glücklicherweise geheizt sind) besichtigt und den Eiffelturm zumindest "von außen" und aus der Nähe betrachtet. Das Wetter war schlicht zu schlecht um hinaufzufahren, denn ne Nebelwand ist sicher auch von oben nicht unbedingt schöner.
Trotz der widrigen Bedingungen haben wir aber dennoch einen Eindruck von der Schönheit der Stadt bekommen können.
Unsere Herberge lag zentral und da es am ersten Tag kein warmes Wasser gab, haben wir unser Zimmer kurzerhand mit Überdrehung des Thermostats der Heizung in eine Sauna verwandelt.
Für meine Verhältnisse habe ich sehr wenige Fotos gemacht, aber möchte Euch an einigen Eindrücken teilhaben lassen...