Samstag, 27. September 2008

Arbois und Poligny








Da wir ERASMUS-Studenten sind, folgten wir heute dem Vorurteil der Spaßgesellschaft und machten uns mithilfe des sehr engagierten ERASMUS-Teams in Bussen auf den Weg ins Jura. Erstes Ziel war Arbois, die Hauptstadt des Weines hier und auch wieder mal - wen wundert es - ein Ort an dem Louis Pasteur gewirkt hat. Dieser Mensch muss viel gereist und umgezogen sein, anders lässt sicht nicht erklären, dass es in fast jedem Ort irgendwelche Steinstapel gibt, an denen Pasteur einmal gewirkt, gelebt und/oder geforscht haben soll. Man kommt sich hier manchmal ein bisschen vor, wie mit den Legenden um das Kreuz Christi, bei dem die Menge an Holzsplittern, die schon aufgetaucht sein sollen, sicher schon für mehrere Holzvillen reichen würde. Aber genug der Frotzelei, zurück zum Thema.
Da momentan Weinlese ist, konnten wir leider die Weinkeller nicht besichtigen, was neben denkbarem Nachteil aber auch den Vorteil hatte, dass man umso schneller dem gemütlichen Teil frönen konnte, nämlich der Weindegustation. Ein Rot-, ein Weißwein und ein Likör standen zur Probe. Der herbe, nussige Geschmack des Juraweins war sicher nicht ganz jedermanns Sache, aber ich fands schon recht lecker. ;-)
Am Nachmittag gings dann weiter nach Poligny, wo unter anderem der Comté-Käse hergestellt wird, DIE Attraktion der Region. Leider bekamen wir die eigentliche Produktionsstätte nicht zu sehen, sondern einen Film mit einer Mischung aus Heimat- und Werbefilm und einem sprechenden Käse als Hauptakteur, der in etwa so nervtötend war, wie die zappelnde Büroklammer mit den Glubbschaugen im Schreibprogramm eines bekannten, gr0ßen amerikanischen Softwarekonzerns. Käse gab es aber trotz allem nachher doch auch noch zu probieren. Lecker Zeugs!
Alles in allem ein toller Tag mit einer super Gruppe und vielen kulinarischen Highlights.

Sonntag, 21. September 2008

Un excursion à Dole...









Am Tag des "Patrimoine" (irgendwas zwischen Kulturerbe oder Erbe der Vorväter oder einfach "Patrimonium" für die Altsprachler unter Euch) machten wir uns auf ins schöne Örtchen Dole eine halbe Stunde mit dem Zug westlich von Besancon. Mittelpunkt des Ortes ist die Basilika Notre-Dame, ein Sakralbau gigantischen Ausmaßes für die relativ kleine Stadt. Leider wird die Kirche seit fast 10 Jahren restauriert und somit konnte man innen durch und zwischen den vielen Baugerüsten allenfalls die Größendimensionen des Bauwerks erahnen. Dafür bot sich vom Glockenturm ein wunderschöner Blick auf die Landschaft der Franche-Comté.
Die Stadt ist außerdem der Geburtsort von Louis Pasteur (ja, der mit der Milch (Pasteurisierung) und der Mikrobiologie (u.a. Impfstoff gegen Tollwut)).

Samstag, 20. September 2008

Wandern...





..war ich heute mit dem Hochschulsport rund um den Doubs, der wie eine Schleife um die Altstadt liegt. Bei herrlichem Wetter und netten Leuten war das ein richtig toller Samstagmorgen :-)

Donnerstag, 11. September 2008

Wir brauchen mehr Fotos!


Der "Kursaal". Heißt wirklich so!
Saskia aus Göttingen und ich
Beim ERAMUS-Soiree in der "Bar de l`U"

Münster meets Greifswald meets Göttingen

Das CLA, wo zig Asiaten Französisch lernen. Soll ein Institut von Weltruf oder so sein ;-)

Blick auf den Doubs

Das Gebäude im Hintergrund ist tatsächlich ein Wohnheim!


Angebaute Toiletten

Es gibt viele tolle Gebäude hier zu sehen, da Besancon im Zweiten Weltkrieg praktisch unversehrt blieb! Und in sowas hat man dann teilweise Uni! Wahnsinn!

Montag, 8. September 2008

Day- and Nightwash

Der Campus, auf dem sich auch unsere Wohnheime befinden, beherbergt an die 3.000 Studenten. Drolligerweise steht besagter Menge Leute genau ein Waschraum zur Verfügung mit sagenhaften vier Waschmaschinen und zwei Trocknern.

Meine Odysee an einem schönen Sonntagnachmittag möchte ich an dieser Stelle meinem verehrten Blog-Publikum nicht vorenthalten.

Es begab sich ein freier Platz im Waschraum und nachdem ich mir die erforderlichen Geldmünzen zusammengetauscht hatte, durfte ich an der Rezeption nach Hinterlassung meiner persönlichen Daten und meines kompletten Schlüsselbundes nun endlich den Waschraumschlüssel in Empfang nehmen. Die Wäsche verschwand schnell im Vorkriegsmodell-Toploader, doch kurz nach dem Start das erste Problem. Als die ganze Ladung grade ordentlich gewässert ist, zeigt die Maschine eine Überladung an. Kurzerhand werden nun die Badetücher nun über dem Waschbecken ausgewrungen. Aber nicht genug und so wird die ganze Waschladung nun auch von der darauffolgenden Trocknerprozedur nicht trocken. Im Zimmer trocknen? Doofe Idee, weil zu viel Wäsche für die Wäscheleine. Sie kollabiert unter der Last. Was nun tun mit Handtüchern, Jeans und Co? Auf zum Waschsalon wenige Busstationen entfernt.

Für den Spottpreis von einem Euro kann man hier 10 Minuten den Trockner anschmeißen. Ich habe selbstverständlich zu wenig Kleingeld dabei. Was also tun? Schnell den Trockner zum ersten Mal anschmeißen, bevor es jemand anderes tut, dann flux zum Bäcker nach nebenan und - weil nur Geldscheine tauschen ein wenig dreist ist – wird schnell noch ein Baguette mitgenommen. Es ist ja nicht so, dass ich nicht morgens schon eines gekauft hätte ;-)

Nach weiteren 30 Minuten ist die Wäsche dann endlich mehr oder weniger trocken. Mittlerweile ist es Abend. Aber meine erste französische Waschladung ist fertig! Nach läppischen fünf Stunden.

Dienstag, 2. September 2008

Fotos

Fotos vom Campus und meinem ersten Ausflug zur Citadelle mit integriertem Zoo...





Montag, 1. September 2008

Passierschein A38

Ich kann mir vorstellen, warum der Erfinder von Asterix aus Frankreich kommt.
Da bekommt man per Mail eine Adresse geschrieben, bei der man auftauchen soll. Das Büro ist dann jedoch plötzlich ans andere Ende der Stadt gezogen und auf dem Weg dahin tauchen Schilder auf die zu einem Ort führen sollen, aber in verschiedene Richtungen zeigen und im Zweifelsfall im Nirwana enden. ;-) Heute abend erfahre ich dann von nem Kommilitonen, dass die Tante in dem Büro am Eimer der Welt mir einen Bescheinigung hätte geben sollen, aber wozu auch?!
Eigentlich wollte ich heute morgen "nur mal eben schnell" meine Miete und die Kaution zahlen (oh ja, das geht in Frankreich alles noch bar) und was war? Eine Schlange, die mich an die besten Chaoszeiten der münsterschen Germanisten vom Institut bis hinter die Petrikirche erinnerte. Wenigstens hatte ich meinen Schlüssel schon im Gegensatz zu vielen anderen ;-)
Wäre hätte gedacht, dass man Kaffee und Tee in der Mikrowelle kochen kann? Ich vorher nicht, aber man kann. Danke Martina, dass Deine/meine Bistrokanne aus Glas ist, so harmoniert die mit dem Wellen besser als Metall ;-)
So, bevor der Regen wieder losgeht bring ich meinen Schlepptop (das isser hier wirklich!) besser ins Trockene. Gestern nacht gab es hier ein heftiges Gewitter mit Blitzeinschlag und so. Aber die Blitze über den bewaldeten Hügeln, das sah echt nicht schlecht aus ;-)