Montag, 16. März 2009

Grüezi und auf Wiederluege in Züri...








Diese Sprache ist schon sehr niedlich. Ich finde überhaupt alle Dialekte südlich des Weißwurstäquators irgendwie niedlich, kann sie aber nicht immer ganz ernst nehmen, weil ich (innerlich und manchmal auch äußerlich) einfach lachen muss, wenn mir ein Sprecher dieser Varietäten begegnet.
Zürich ansich ist eine wunderschöne Stadt, nur ähnlich versnobt wie München. Ich habe noch nie so eine unglaubliche Masse unglaublich reicher Leute gesehen. Auf der Straßen sah man wirklich keinen einzigen Kleinwagen. Mercedes und BMW schienen da die absolute Basisvoraussetzung zu sein.
Wir haben es uns nett gemacht. Die Jugendherberge war zwar etwas außerhalb des Zentrums, doch war es die absolute Luxusausführung. Sowohl die Räumlichkeiten ansich, als auch die sanitären Anlagen, als auch das Frühstück. Bei einem Bier oder Kaffee mit Blick auf den Zürichsee haben wir es uns gut gehen lassen. Beim Picknick am Samstagmittag mit Olga am See habe ich dann auch mein kurz zuvor erworbenes Schweizer Taschenmesser ausprobieren können. Auch die Bootsrundfahrt über den See vor tollen Häusern und dem grandiosen Alpenpanorama im Hintergrund war der Wahnsinn.
Zürich hat, auch wenn es dort viele Protestanten gibt (;-)), schöne Kirchen zu bieten. Unbedingt sehenswert sind die Kirchenfenster im Fraumünster, die Marc Chagall in den 1980er Jahren dort gestaltete. Besonders nett ist es, abends durch die beleuchteten Gässchen zu schlendern, vorbei an den vielen kleinen Geschäften und Bier- und Weinstuben.
Am Samstagabend hatte das ERASMUS-Team Zürich für uns ein Käsefondue organisiert. Für sicher 80 bis 100 Leute haben die da Brot, Wein und Käse angekarrt. Ich habe das noch nie vorher gegessen und fand es sehr lecker. Der Käse ist jedoch sehr intensiv und auf jeden Fall eine persönliche Geschmacksfrage, doch wenn man schonmal in der Schweiz ist, gehört es ja schon irgendwie dazu.
Im Gegensatz zu Frankreich läuten am Sonntag die Kirchenglocken in Zürich fast wie in Münster. Da kamen fast schon Heimatgefühle auf. ;-)
Apropos Schweizer: Ich habe nun erfahren, warum diese Menschen gerne mal so ungalublich langsam sind. In der Schweiz ist das Kiffen legal und angeblich wird dort auch ein reger Gebrauch von dieser Regelung gemacht. ;-)

3 Kommentare:

Martina hat gesagt…

Hey,
das klingt ja mal wieder nach einem gelungenen Ausflug! Mir hat's in der Schweiz ja auch gut gefallen, Berge, Seen, lecker Käse... wunderbar!
Wusstest du das mit der liberalen Drogenpolitik in der Schweiz vorher echt nicht? Ist das da eigentlich wirklich erlaubt oder auch nur geduldet? (Hilfe! Hier sind zu viele Juristen in meiner Umgebung, ich sollte aufpassen, dass die nicht so viel abfärben...) Die Niederländer wirken eigentlich nicht besonders langsam, meistens sogar sehr lebhaft, aber ich habe auch gehört, dass die meisten Coffee Shops sich entweder in den Grenzregionen oder in Amsterdam befinden und hauptsächlich von Touristen besucht werden - oder von (Austausch-)Studenten. Aber die können ja mitunter auch so ausgesprochen faul sein.

Juliane hat gesagt…

Nee, woher auch. Ich kiff ja nicht! ;-)
Der Verkauf von Marihuana ist nicht erlaubt. Geht dann vermutlich alles über "Nachbarschaftshilfe" oder so...
Nach der Beschreibung müsste es bei Dir in Nijmegen ja geradezu von Coffeeshops wimmeln...

Martina hat gesagt…

Es wimmelt zwar nicht gerade von ihnen aber man sieht doch einige und hin und wieder riecht man auch den unverkennbaren Geruch auf einer Party oder wenn man durch die Wohnanlage hier läuft. Viele finden das halt doch sehr aufregend und benehmen sich wie 16-Jährige die sich auf ihr erstes Glas Bier freuen. Die meisten mögen es dann aber doch nicht, andere hingegen übertreiben es dann gleich.